19.03. HANDBALL VERBANDSLIGA NORD / KREISDERBY BOT 60 MINUTEN PURE SPANNUNG

>Entscheidung in der Endphase
HSG AHRENSDORF/SCHENKENHORST - BLAU-WEISS DAHLEWITZ 26:29 (14:12).

MANFRED MOHR - Beide Teams standen, in den letzten Partien nicht gerade von Erfolg verwöhnt, unter Zugzwang. Die einem Kreisderby immer eigene Spannung und die Atmosphäre auf den mit über 100 Fans beider Seiten gut gefüllten Ränge taten ein Übriges. Beide Mannschaften starteten nervös in diese Partie.

Ausdruck dessen war die 20. Minute. Heiko Furmanek schloss innerhalb von 60 Sekunden seinen zweiten Konterlauf erfolgreich zum 8:5 für die HSG ab. Schon beim ersten Versuch von Michael Schley hart bedrängt, der dafür zwei Minuten auf die Bank musste, wurde er diesmal von Mario Neitzel attackiert. Im Zurücklaufen revanchierte sich Furmanek beim Dahlewitzer mit einem Schubser und sah dafür sofort die rote Karte. Doch damit nicht genug. Neitzel marschierte hinter dem Ahrensdorfer her, klatschte hämisch Beifall - und sah ebenfalls Rot.

Die Partie ging weiter und blieb über 60 Minuten dennoch in einem immer fairen Rahmen. Auch ein Verdienst der sicher, zurückhaltend, aber konsequent pfeifenden Schiedsrichter-Routiniers Siegfried Schötz (Lübben) und Jürgen Götzelt (Luckau).

Die HSG blieb weiter in Führung, konnte aber nicht verhindern, dass Blau-Weiß nach dem 10:6 (22.) zur Pause auf 14:12 verkürzte. Dieser Entwicklung hatte der Dahlewitzer Coach mit einer Auszeit in der 22. Minute und einem Donnerwetter trotz heftiger Zahnbeschwerden nachdrücklich nachgeholfen.

Nach dem Seitenwechsel waren nun auch die Gäste vollends auf Betriebstemperatur. Dem überragenden Dahlewitzer dieses Tages, Dominik Schobelt (11 Tore), stand nun auch Daniel Werner besonders auffällig zur Seite. Lief die Partie in der 1. Halbzeit noch an ihm vorbei, war er jetzt mit sieben Toren zweitbester Werfer seines Teams.

Die Gastgeber, bei denen Frank Schubert mit sechs Treffern am erfolgreichsten war, hielten mit einer geschlossenen Leistung dagegen: 16:16 (37.), 18:18 (41.), 21:21 (50.). Nach dem 23:23 (53.) neigte sich dann aber das Zünglein an der Waage in Richtung Blau-Weiß. Rene Scholz scheiterte zunächst am Lattenkreuz und dann am gerade eingewechselten Dahlewitzer Keeper Christian Schley (54.). In der gleichen Minute parierte Schley einen Schubert-Strafwurf. Beim Stand von 26:27 (59.) traf Stefan Zülke erneut nur die Dahlewitzer Latte. Im Gegenzug markierte Werner das 26:28, ehe Schley erneut gegen Schubert Sieger blieb und Dominik Schobelt seine tolle Leistung Sekunden vor dem Ende mit dem 26:29 krönte. Der Jubel und La Ola blieben diesmal den Gästen vorbehalten.

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